Feiertagnachmittag

Feiertagsnachmittag, Hunde statt Glocken, Sonne und Regen im Wechsel. Meisen stehen wie Schauspieler hinter dem Vorhang und vermasseln einander den Auftritt. Eingeklemmt zwischen Zweigen klappert der Himmel mit den Zähnen. Und die Wasser grinsen, entblößt bis auf die eisigen Ziffern der Kiesel. Wind fegt die Täler aus, wo die Sonne einen Bachlauf trifft, blitzt es so schwarz aus dem Schilf, daß alle Stirnen schmerzen. Überall herrscht Traurigkeit, die Einheit sucht und nur Einzelnes antrifft, das sein eigenes Vorrecht behauptet. Wo nur immer eine Wunde ist, findet sich jederzeit ein Finger, der sie fühlen muß.