Zur Schlachtbank

Oh ja! Einmal im Jahr dürft ihr böllern und einmal im Jahr an Karneval die Sau rauslassen, und ihr rollt vor Entzücken eure rosige Zunge im Maul wie die Wilden, als man ihnen Glasperlen gegen Gold anbot. Unbezahlbare Mieten, Hungerlöhne, Lebensmittelpreise zum Niederknien — egal! Aber wehe, es erfrecht sich einer, euch das Böllern und das Karnevalssaufen zu nehmen — dann begehrt ihr auf, die Fäuste voll Explosivstoffe, im Gesicht eine Clownsnase, und nennt es wütend eure Freiheit — statt endlich von eurer wahren Freiheit Gebrauch zu machen. Ihr habt keine Ziele, keine Träume und eure Phantasie reicht nicht weiter als euer nächster Video-Werbeclip. Geht mir weg, ihr braven, harmlosen Schafe. Mit euch habe ich nichts zu schaffen.

2 Gedanken zu „Zur Schlachtbank

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