Delta. Hürxberg

Die Vögel nehmen keinen Abschied. Sie verschwinden einfach. Eine Stimme nach der anderen verstummt. Als legten die Musiker in einem Orchester einer nach dem anderen ihr Instrument nieder und verließen die Bühne. Bis nur noch eine Handvoll Instrumentalisten ihren Part spielen, noch drei oder vier, eine Geige, zwei Violoncelli, eine Oboe, dann nur noch die einsame Oboe, dann niemand mehr. Wie abgestorbene Bäume stehen die Notenständer herum.

Und im Schweigen rollt unser Morgen heran. Er ist der erste einer unabsehbar langen Reihe. Es wird Tag werden auf Erden und Nacht und wieder Tag. Um die Steine kreisen die Schatten, die Flüsse entleeren sich ins Meer, der Horizont schluckt Wolken. In der allumfassenden Stille harrt die Partitur aus unter dem blinden Himmel.

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