Hirxberg

Die Vögel sind weg. Im Wald noch ein einziger Zaunkönig; sonst nur trockenes Rascheln im Laub, was willst du noch hier, so raschelt es, die Vorstellung ist zu Ende, der Sommer ist vorbei, es gibt nichts mehr zu sehen.
Über Bachgründen von Libellenflügeln zuckende Luft, in Cellophan verpackter Flug.
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Mengen an Ferne, am Horizont die Hügel der anderen Grabenseite, wie eine Karawane ziehen sie vorbei. Nach Süden und Südwesten hängt über der Ebene ein brauner Streifen, ganz schmal, nach oben scharf begrenzt, nach unten ins Transparente sich auflösend, als schwömme eine Schmutzschicht auf Wasser. Der Dunst erstreckt sich im Rund bis Westen und Nordwesten, bis er sich ganz nach Norden zu in einer letzten Rauchschleife verliert.
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Neben dem Weg, unter Zelten aus Ahorn und Linde, saugt sich ein keuchender Bach ins Grün, und da geschieht es wie im Traum, daß über einen Wiesengrund, der Mähdesüß und Riesenspringkraut feilbietet wie ein fahrender Händler, der Fuß in etwas Feuchtes tritt. Nachgebender Grund, klebrige Haut des Weges, wo er sich schlammig krümmt, wie in einer Armbeuge die erschauernde Kühle von Schweiß. Unerfrischend, eingedicktes Salz, saures Frösteln im Haar.
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Gespiegelt findet der Läufer seine hohlen Wangen im trockenen Bast. Blindheit kommt über die Astlöcher, wo hinter den Masken jeder Atem stoppt. Eine Birke steht vollkommen vertrocknet. Knochen und Zähne, zum mächtigen Zauber geordnet. Fell mit der Blutseite nach außen.

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