(Man hat mir Nougat aus der Provence mitgebracht. Etwa zwanzig 1 x 0,5 x 0,5 cm messende Nougatquaderchen. Jedes Quaderchen einzeln in Plastik verpackt, das ganze von einem weiteren Plastiktütchen umhüllt und mit einem Plastikklämmerchen verschlossen.

Die EU, heißt es, plant ein Verbot von Ohrstäbchen aus Kunststoff.

Aber was weiß ich schon.)

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    1. Vielleicht sollte ich dazu sagen, daß das keine Geschenkverpackung war. Das kommt so aus dem Laden, die Quaderchen waren eingeschweißt.

      Und man denke in diesem Zusammenhang auch etwa an Pralinoide wie M**** Ch**ie, die außen in Plastikfolie verpackt, innen in einem Plastikbett gelagert und dann noch einmal einzeln in Folie eingewickelt sind. Oder man denke an mit einer stabilen Folie eingeschweißte Gurken. Oder an Plastikhäkchen, mit denen Bananenhände manchmal zur Kennzeichnung versehen sind. Oder die Tüten zum Selbstabwiegen, wie sie in jedem Supermarkt vorkommen. Oder die Abgabe von Zwergenportionen von Joghurt, wenn ich diese 0,1-l-Töpfchen, jedes einzelne mit bedruckter Folie abgedeckelt, sehe, krieg ich die Krise.

      Solange man nicht Kekse lose beim Bäcker, Joghurt und Milch aus dem Faß und Nüsse aus der Schütte kaufen kann, wird der Abfallberg nicht kleiner.

      Es gäbe viel zu verbieten oder besser: neu zu organisieren, wenn man’s ernst meinte. Aber Q-Tipps, pah!

      1. Mir graust es, wenn beim Metzger die Wurst mit den in Plastikhandschuhen verpackten Fingern angefasst wird statt wie früher mit Gabeln oder Zangen. Mag sein, dass die Plastikhandschuhe wirklich hygienischer sind, aber welche Massen werden am Ende eines Arbeitstages entsorgt?

      2. Ich teile Ihre Ansichten und Einsichten, aber der Mensch ist nun mal bequem. In meiner Heimatstadt hat kürzlich ein verpackungsfreier Laden eröffnet und ich war noch kein einziges Mal drin – weil ich dort für Produkte mehr bezahlen werde und alles ein bisschen umständlicher ist, wenn ich morgens schon an passende Tupperdosen usw. denken muss. Deshalb wird es sich nicht durchsetzen, es sei denn die Regierungen erlassen Gesetze. Die Wattestäbchen sind ein Anfang und hoffentlich geht es weiter. Wollen wir hoffen, dass offene oder zumindest umweltfreundlich produzierte und verpackte Produkte auch in Supermärkten angeboten werden, wo man sowieso mit Taschen, Körben und anderem Zeug ausgestattet ist.

  1. War das Nougat trotzdem lecker?
    In der Obst- und Gemüseabteilung habe auch ich die Wahl, ob ich jede Tomate in dünnes Plastik hülle.
    Q-Tipps ohne Plastik benutze ich schon lange und ärgere mich, dass sie immer teurer sind, als solche mit.
    Kleine Schritte kann ich in meinem Alltag gehen, so wasche ich meine Haare seit ein paar Wochen mit Roggenmehl. Geht wunderbar. Irgendwo hatte ich davon gelesen und ausprobiert.
    Die gerade diskutierte EU-Verordnung halte ich für einen Strohalm, für Populismus.( Ich bin so alt mit Anfang 50, dass ich ich als Kind, als mir das noch wichtig, auch noch aus Halmen trank aus Stroh. Damals, nicht alles war besser, waren die noch handelsüblich.) Damals kaufte mensch “Sagrotan” noch in der Apotheke. Für Kinder war es normal, unter einen Busch zu pinkeln, ohne Hände waschen, was zu Hause normal.
    Gestern beim Einkaufen traf ich eine Freundin, für die Bio, was auch ich bevorzuge, Religion.
    Sie griff zur Gurke im Plastikkondom. Ich fragte sie warum. Sie ist dann nicht mit Pestizieden kontaminiert. Und was ist mit den Weichmachern? Ist doch Bio. Ich nahm die andere Gurke. Glauben kann ich viel.

    1. Wenn ich noch Haare hätte, würde ich das sofort ausprobieren. Statt eines Peelings (mit Mikroplastik) empfehle ich eine Salz-Olivenöl-Mischung. Wirkt Wunder.

      Hygiene, sagt man, ist, wenn man sich öfter wäscht als nötig. Ein Bruder meiner Oma hat als Kind recht gern Hühnermist genascht. Geschadet hat es ihm nicht.

      Woher sollen denn die Bio-Gurken mit Pestiziden verunreinigt sein? Verstehe ich nicht.

          1. Es muss ja auch nicht verpackt werden, oder? Soll vermutlich Hygiene vortäuschen, um sich besser zu verkaufen. Aber ob das, was eingeschweisst ist, hygienisch einwandfrei ist, sieht man auch nicht. Vermutlich sollte man die Sachen waschen, egal ob verpackt oder nicht.

    2. Haare waschen mit Roggenmehl? Da hätte ich Bedenken wegen dem Abfluss. Grundsätzlich ist es aber wirklich notwendig, Verpackungsmüll zu verbieten. Das wird jedoch nicht passieren (die Ohrstäbchen sind nur Alibi), weil die Wirtschaft wachsen muß.
      Es gab immer wieder Initiativen, um Verpackungsmüll zu reduzieren. Brotbeutel aus Stoff, Aufschnittdosen zum Einkaufen mitbringen usw.. Aber die wurden immer mit Hygienebestimmungen abgeblockt. Letztens kaufte ich mir einen Kaffee “to go” auf dem Bahnhof. Dafür habe ich immer einen Becher dabei. Was macht die Bäckereifachverkäuferin? Füllt einen Wegwerfbecher mit Kaffee und füllt diesen auf der Theke um in meinen Becher. Aus hygienischen Gründen darf mein Becher nicht hinter die Theke.
      Bei meinem Geld hatte sie aber keine Bedenken. Das ist ja auch hygienisch einwandfrei. 😉

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