Keine Stirnlampe mehr nötig. Den Kaffee im Morgengrauen, das ARD-Nachkonzert spielt ein Stück von Händel, bis ich mit Zähneputzen und Umziehen fertig bin, ist es hell. Hell und kalt und grün, und die noch stillen Straßen münden fern in den schon anschwellenden Strom des Morgens. Die Bäume schweben über dunklem Spiegel, wie nächtliche Schwimmer, die sich gerade mit dem Handtuch durchs Haar gegangen sind.

Müde von Träumen, in denen, immer öfter in der letzten Zeit, eine Zukunft verhandelt wird wie in einem Nebenraum, wo Großmächte tagen. Ich habe nichts zu sagen, ich muß nicht einmal mehr die Kapitulation unterzeichnen.

Der Wald als Fluchtraum. Manchmal dauert es fünf Kilometer, bis ich wieder frei atmen kann, sich die Fäuste lösen, ich den imaginären Schlüsselbund, der mir in die Handfläche schneidet, in den hungrigen Farn fallen lasse.

Später die Sonne, hinter Wimpern, Spinnenweben und Schweiß. Im Gegenlicht die geduckten Wege. Am Rand der Ebene werfen die Hügel mit Wolken.