Schnee

Buchsbaum und Weißdorn ziehen
ihre Schlingen um die Gehöfte zu.

Die Eichen haben ihre Netze ausgeworfen.
Rabe um Rabe fischen sie aus dem Horizont.

Äcker brennen weiße Furchen
in den Blick. Vor den Schlittenkufen
laufen alle Wege davon.

In den Kohleaugen des Schneemanns
baut sich der Abend ein Nest.

Wenn die Kinder fort sind,
zieht sich der Wetterhahn
leise den Himmel über den Kopf.

Bis zu den Wimpern
steigt der Schnee.
Wenn es ganz dunkel ist,
wird es warm sein
hinter den Lidern.

2 Gedanken zu „Schnee

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