Auf L. warten

Stürme im Bauch und Wellen in der Brust. Armeen von Dermatozoen machen sich die Geographie meiner Haut untertan. Schmetterlingsorkane durchpflügen alle Ordnungen meiner Organe aus Quecksilber und Salz. Die Fingergelenke schmerzen, als wohnten Funken darin. Die Schultern schwimmen mit mir auf dem Sturmwind davon. Die Büsche hängen voll bunter Atemzüge. Mühsam tragen sie daran.

Die Fenster schauen mich an mit Blicken voll Wetter. Viele Himmel über dem Haupt, gehalten von Vögeln. Die Angst ist Kristall und hockt in den Zähnen. Die Wege konzentrieren sich auf mich und lassen mich nicht vorbei. Nichts läßt mich, der Tag nicht, und nicht die Nacht. Alles ist Sammlung. Das Licht konzentriert sich auf meine Augen, bis sie fliegen von Bildern. Am Gaumen arbeitet das zirpende Reiben der Zeit. Stunden wissen von Minuten, Sekunden wissen meine Herzschläge auswendig.

Noch der Schlaf kennt mich genau. Leise prüft er mich mit seinen Träumen. Aber ich singe, singe; ins Dunkel singe ich, um die Finsternis daran zu hindern, in sich zusammenzustürzen. Was gäbe das für ein gleißendes Licht. Aber ich weiß einen Namen, wo das nicht geschehen wird. Das Dunkel wird bleiben und groß sein, und der Name darin hausen, und selbst im Schlaf nicht vergessen sein.

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