Wie von Weitem tönen eines morgens die Stimmen. Über Nacht haben Wetter und Wolken gewechselt. Die Schatten sind ernst geworden, die Wege reif von Fernen, am Horizont wälzen sich die Wälder. Die Stimmen haben ihre liebgewonnen Singstände aufgegeben, aus anderen Richtungen tönen sie, und leiser jetzt, gefiltert, gedämpft. Unentschlossen gegen die Entschlossenheit des grimmigen Jahres. Noch ein Versuch, zu retten, was verloren ist, schwebend zwischen Noch-hier und Schon-weg. Über Nacht sind die Zimmer des Sommers zu groß für sie geworden, In den Räumen verheddern sich die Stimmen, die Luft ist voller Winkel, wo immer man sie vernimmt entfernen sie sich, noch einmal und noch einmal, und dann werden sie verstummen. Eine dieser zaghaften, widerstrebend entäußerten, von ferne herangewehten Phrasen wird die letzte sein, mit einer jeden könnte der Sommer enden, und so klingen sie auch.
Sehr, sehr schön.
Die Luft ist voller Winkel – die Geschichten werden nichts von der Realität übrig lassen.
LG von Rosie
Liebe Rosie, die Realität kommt mir gegenüber den Geschichten als mangelbeahftet vor. Sie reicht niemals aus.