Ein Sommernachmittag

Mittags war sanfterer Stein, und die Mauern aus schwalbenden Lüften

zogen an Blicken. Im Glas stürzte der Himmel zu Tal.

Dies wär Geschichte, vom Nebentisch hingen die lächelnden Augen

dir noch am Heimwege nach. Du aber wüßtest nicht, wie.

Kuchenkrümel und Gras. In den Socken steckt müde der Tag fest,

heißt nicht mehr Sonntag, im Flur riecht es nach Tinte und Tier.

Später kam doch noch der Abend, unverhofft, kehrte in milden

Flügen zum Garten zurück. Kraniche brachten die Nacht.

Blaues Streunen im Blick, ans Gestirn ein Traum fällt, der Abend

spaltet die Stunde in zwei. Wie zu dir kommen? Kein Weg …

Trauer wurde zu Stein. Ein Jammer verkieselte. Müde

wirbt nun das Moos um den Leib. Flügel sind Jahre aus Gips.

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