Lac d’Annecy

sehnsucht nach einer stunde am Lac d’Annecy, übernachten auf einem parkplatz am ufer, in den zurückgeklappten sitzen eines kleines autos. geruch nach moder und enten strömt durch das spaltbreit heruntergekurbelte fenster, zwischen pappeln springt der mond vor und zurück, vor und zurück auf dem träge bewegten wasser, und die berge tönen oben, weit über see und stadt, über der angehaltenen zeit der straße. zu zweit, den schalthebel zwischen uns, hand in hand, so lauschen wir. es ist ungewohnt und abenteuerlich geborgen, mit dir an diesem ufer. wir neigen den kopf und sehen einander in die müden augen. wir nicken. gelbliches laternenlicht hängt wie ein zelt über dem kleinen parkplatz, und manchmal, ganz nah, hört man ein plätschern, ein gluckern, das aus der stille silbrig schimmernd emporbricht und wieder eintaucht in die gekräuselte fläche des schweigens.

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