morgens

heute morgen wieder dieser sanfte dunst, der immer an den herbst erinnert: was der raum an tiefe verliert, das gewinnen die düfte, die ausdünstungen einer müden erde, man atmet es, blickauf steht der hang in schlieren, und das gestern ist deutlicher als das heute. eine unwucht, ein nachhängen der wahrnehmung. wären da nicht die blüten, das frisch aufgebrochene, noch etwas hilflos-blasse grün, man hielte es für einen oktobermorgen. die geräusche sind flüchtiger als sonst, der lärm rascher verklingend, und als hätte sich eine art film auch auf die zeit selbst gesetzt, ist jedes trippeln und laufen, ist jede hast ein widerstrebendes gleiten.

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