Ablenkung (1)

Ich frage mich, wovon ich mich damit ablenken will oder muß. „Das Rededuell zwischen Medea und Iason in der Medea des Euripides“, was verspreche ich mir davon, warum tue ich das. Wovon soll es mich ablenken?

Vom wesentlichen.

Was aber ist das wesentliche? Was einem in einer irrlichternden sekunde einfallen mag, während man, günstigenfalls, in wald, höhle, berg unterwegs ist oder wenigstens auf einem weg, einem pfad, einer spur, ungünstigenfalls aber vorm spülbecken mit schaum an den händen, oder auf der toilette? Ist magie das wesentliche? Aber magie wird über mich kommen, ob ich über Medea geschwätzig bin oder einen Papierdrachen baue, ganz egal. Also was?

Ich habe angst, ist es das? Angst vor der unlösbaren aufgabe? Weswegen ich mich selbst mit lauter lösbaren aufgaben versorge, so daß ich nicht entkommen kann dem entkommen?

Das entkommen ist so schwierig. Weil man es kann.

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