kall/gemünd/mechernich

kurz nach der wegekreuzung mit der hütte am schneeweiß wölbt sich zur rechten baumfreie heide, und inmitten gesträuchs, strähnen vergilbten grases, gebleichter holzstümpfe, flächen gefrorener tümpel, schiebt sich backstein aus dem boden, von grassoden wie von filzigen haarflechten bedeckt, von grüngrauer erde umflankt, als sei der gemauerte stein wie ein pilz eine wurzel ein troll aus dem grund emporgewachsen. eine tür starrt verschlossen und rostig halb zum weg. eingekeilt zwischen erde, gras, geäst und himmel sind die sturen linien des quaders dem ort fremd. fast ein geräusch, ein gefährliches summen: aber alles ist still, lauscht man hin. nur eine säge, andererseits, eingraben in die baumesstille; hinter dem hügel spannt sich die siedlungsgefleckte weite.
von dort ist es noch eine halbe stunde bis gemünd.

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