Herbst

Heute plötzlich das getragene, schwermütige Schreien der Vögel; ich sehe auf, und da sind sie, in langsam sich verschiebenden, pfeilförmigen Formationen flattern sie, immer und immer schreiend, über die Dächer, unter den grauhängenden Wolken, fort und dahin, mit unruhigem, müdem Schalg, als müßten sie das Fliegen nach langer Rast erst wieder lernen. Es ist merkwürdig still, hier unten, wo die Menschen dableiben und morgen wieder ihren rätselhaften und doch so langweiligen und albernen Beschäftigungen nachgehen. Über ihnen aber verhallt der Ruf der Vögel in der Ferne, und der Himmel sieht mit einemmal sehr leer aus, und weit, als könne er nichts mehr schützen, und als beherberge er erst recht keine Träume mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.